Die meisten Menschen können Stress bei Katzen nicht erkennen – und das hat Konsequenzen
Eine neue Studie (März 2026) mit 1.950 Teilnehmern hat untersucht, wie gut Menschen Katzenstress erkennen können. Die Aufgabe war einfach: Videos von Katzen anschauen und entscheiden, ob die Katze entspannt, angespannt oder verängstigt ist. Das Ergebnis war ernüchternd. Die Genauigkeit lag deutlich über Zufall (33 %), aber immer noch sehr niedrig. Besonders interessant: Weibliche Teilnehmer und erfahrene Katzenhalter schnitten besser ab – was zeigt, dass die Fähigkeit trainierbar ist. Aber für die meisten Menschen bleibt Katzenstress unsichtbar. Halbmond-Augen, eingeklappte Ohren, starre Körperhaltung – diese Signale werden übersehen.
Das hat direkte Konsequenzen für die Katzenwelfare. Wenn Katzenhalter Stress nicht erkennen, können sie auch nicht richtig reagieren. Im Tierarzt-Wartezimmer, beim Hochnehmen, beim Spielen – überall kann eine gestresste Katze unbemerkt leiden. Das ist nicht Gleichgültigkeit, sondern fehlende Literalität. Und das kann man lehren.
Kannst Du die Stress-Signale Deiner Katze lesen? Halbmond-Augen, eingeklappte Ohren, starre Körperhaltung – erkennst Du diese Zeichen? Und: Wie reagierst Du, wenn Du merkst, dass Deine Katze gestresst ist?
